Talide e.V.

Wege aus der Illegalität am Bsp von Frankreich

von Dr. Christóphe Brésoli

Der folgende Beitrag wurde im Rahmen meiner Lehrtätigkeit an der Universität Rostock verfasst. Im Juni 2010 habe ich am Institut für Romanistik einen Projekttag zur Illegalität in Frankreich und in Italien initiiert und mitgestaltet. Nach meinem Vortrag und der Analyse von Filmbeispielen haben die Studierenden an einer Diskussionsrunde teilgenommen. Da ich auch die Möglichkeit hatte, ein Jahr lang für eine Beratungsstelle in München mitzuwirken, nämlich beim Café 104, eine Anlaufstelle für nicht dokumentierte Personen (medizinische Versorgung juristische und soziale Beratung) habe ich mich dazu entschieden, die Situationen in Frankreich und in Deutschland miteinander zu vergleichen. Dabei ist mir bewusst, dass die Streikbewegung in Frankreich ganz besonders stark verankert ist und die Gewerkschaften und Rechtssysteme beider Länder Unterschiede aufweisen. Es geht mir in erster Linie darum, die sozialen und politischen Verantwortungsträger in Deutschland dazu zu bewegen, rechtliche Lösungen im Sinne einer Legalisierung der illegalen Arbeiter zu konzipieren. Wenn wir in Deutschland diesen Menschen eine langfristige und würdige Perspektive ermöglichen wollen, damit sie sich sozial und wirtschaftlich integrieren können, sollten alle Akteure, nämlich die Gewerkschaften, die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaften, die politischen Parteien und die Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeiten.

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